Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation Direkt zum Fußbereich
Cases
DiSign

Beyond Websites: Drupal als Screen-Management-Plattform

DiSign erweitert Drupal zur Screen-Management-Plattform und orchestriert strukturierte Informationen browserbasiert für digitale Informationsräume.

Visualisierung von DiSign Informationsscreens in verschiedenen Anwendungen

Eine Plattform für intelligente Informationsräume

Digitale Informations- und Leitsysteme übernehmen heute vielfältige Aufgaben in öffentlichen und halböffentlichen Räumen. Sie informieren Studierende über den aktuellen Mensaplan, zeigen Besucher*innen den Weg, kommunizieren Veranstaltungen, Warnmeldungen oder aktuelle Nachrichten. Dennoch orientieren sich viele Digital-Signage-Lösungen bis heute an einem klassischen Prinzip: Inhalte werden als Playlists verwaltet und über proprietäre Systeme auf Bildschirme verteilt.

DiSign verfolgt einen anderen Ansatz.

Die Plattform versteht sich nicht als klassisches Digital-Signage-System, sondern als Screen-Management-Plattform auf Basis von Drupal. Im Mittelpunkt stehen nicht Bildschirme oder Folien, sondern strukturierte Informationen. Drupal übernimmt die Modellierung von Inhalten, die Medienverwaltung, Zeitsteuerung sowie die Zuordnung zu unterschiedlichen Bildschirmansichten und bildet damit das zentrale Kommunikationssystem.

Jede Ausspielung wird als browserbasierte Web-Anwendung bereitgestellt. Die Bildschirme öffnen lediglich eine definierte URL und rufen die für sie vorgesehene Inhalte selbstständig ab. Dadurch bleibt die technische Infrastruktur bewusst schlank, systemunabhängig und ohne proprietäre Player-Anwendungen nutzbar. Änderungen an Inhalten oder Konfigurationen erfolgen ausschließlich zentral in Drupal und stehen mit der nächsten Aktualisierung automatisch zur Verfügung.

Die eigentliche Stärke von DiSign liegt in der intelligenten Zusammenführung unterschiedlicher Informationsquellen. Redaktionell gepflegte Inhalte können mit dynamischen Daten kombiniert werden – beispielsweise Mensaplänen, Veranstaltungsinformationen, Wetterdaten, Fahrgastinformationen oder Nachrichten aus bestehenden Drupal-Websites. Informationen werden nicht mehrfach gepflegt, sondern dort bereitgestellt, wo sie benötigt werden.

Drupal übernimmt dabei weit mehr als klassisches Content-Management. Das differenzierte Rollen- und Rechtesystem ermöglicht dezentrale Redaktion bei zentraler Governance. Fachabteilungen pflegen ihre Inhalte eigenständig, während organisationsweite Informationen – etwa Notfallmeldungen oder kurzfristige Hinweise – zeitgesteuert auf allen relevanten Bildschirmen veröffentlicht werden können.

Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist die konsequente Trennung von Inhalt und Darstellung. Informationen werden strukturiert in Drupal verwaltet und unabhängig vom späteren Layout gespeichert. Die Ausgabe erfolgt über individuell entwickelte, responsive Frontends, die sich an unterschiedliche Bildschirmgrößen, Auflösungen und Corporate Designs anpassen. Im Gegensatz zu klassischen Folienlayouts entstehen keine statischen Bildschirmseiten. Inhalte bleiben flexibel und können mit Bildern, Videos, Audio oder dynamischen Datenquellen kombiniert werden, ohne dass sie für unterschiedliche Endgeräte mehrfach gepflegt werden müssen.

So wird Drupal vom Website-CMS zur Plattform für intelligente, vernetzte Bildschirmkommunikation.

Laptop mit DiSign Dashboard vor neutralem Hintergrund
Drei Spalten mit Beschriftungen visualisieren das Konzept: Slides, Slidesets und Monitore
Mockup eines Screens mit grün-schwarzem Wellenmuster und Benutzeroberfläche

Ziele

  • Drupal als Plattform für digitale Informationsräume etablieren.
  • Strukturierte Inhalte zentral verwalten und mehrfach nutzen.
  • Redaktionelle Prozesse vereinfachen und Verantwortlichkeiten klar trennen.
  • Dynamische Datenquellen nahtlos integrieren.
  • Unterschiedliche Corporate Designs auf einer gemeinsamen technischen Plattform ermöglichen.
  • Eine modulare und langfristig skalierbare Produktarchitektur schaffen.

Ergebnisse

  • Browserbasierte Ausspielungen ohne proprietäre Player-Software.
  • Zentrale Verwaltung strukturierter Inhalte, Medien und Zeitsteuerungen.
  • Wiederverwendbare Informationsbausteine für unterschiedliche Bildschirmansichten und Nutzerkontexte.
  • Individuell gestaltbare, responsive Frontends auf gemeinsamer technischer Basis.
  • Integration externer Datenquellen für dynamische Informationen.
  • Nutzung des Drupal-Rollen- und Rechtesystems für dezentrale Redaktionsprozesse.
  • Zentrale Pflege bei gleichzeitig individueller Bereitstellung von Informationen.

Contibutions

  • Gin: Dropbutton is broken on Operations
  • Gin: Initial --drupal-displace-offset-left is missing until window resize
  • Media Library Edit: Enable edit button by default
  • SVG Image: Read width and height from viewBox if explicit attributes are not available
  • Views Reference Field: Sort views in widget by label, not machine name
  • u.a.

Offene Architektur trifft komplexe Inhaltssteuerung

Die Herausforderung bestand darin, die Flexibilität von Drupal konsequent zu nutzen und daraus eine leistungsfähige Plattform für die zentrale Steuerung individueller Display-Inhalte zu entwickeln.

Dafür mussten strukturierte Inhalte, Medien, Zeitsteuerung und Steuerungslogik klar voneinander getrennt werden. Inhalte sollten unabhängig von konkreten Anwendungsfällen zentral verwaltet, flexibel zu Slidesets zusammengestellt und auf unterschiedlichen Monitoren wiedergegeben werden können. Gleichzeitig musste die Architektur offen genug bleiben, um jederzeit neue Informationsquellen, Inhaltstypen und Ausgabeszenarien integrieren zu können.

Ebenso wichtig war die Verbindung zentraler Kommunikation mit dezentraler Verantwortung. Unterschiedliche Organisationseinheiten benötigen individuelle Bearbeitungs- und Veröffentlichungsrechte, während zentrale Informationen organisationsweit bereitgestellt werden können. Das Rollen- und Rechtesystem von Drupal bildet hierfür die Grundlage und ermöglicht eine flexible Governance ohne zusätzliche Administrationswerkzeuge.

Eine weitere Herausforderung war die zeitabhängige Priorisierung und Übersteuerung von Inhalten. Neben regulären, beispielsweise tageszeitabhängigen Inhalten lassen sich für definierte Zeiträume gezielt abweichende Inhalte oder komplette Slidesets aktivisren. Nach Ablauf des Zeitraums kehrt das System automatisch zur regulären Inhaltsfolge zurück. So können etwa Veranstaltungen, Sonderaktionen oder wichtige Hinweise flexibel in die laufende Kommunikation eingebunden werden, ohne die bestehende Inhaltsplanung manuell verändern zu müssen.

Collage aus verschiedenen Screens des FHP DiSign Systems

Weil DiSign das Potenzial von Drupal sichtbar macht

DiSign zeigt Drupal in einer Rolle, die weit über das klassische Website-CMS hinausgeht. Die Plattform nutzt strukturierte Inhalte, Rollen- und Rechteverwaltung, Medienmanagement, responsives Frontend und offene Schnittstellen, um eine neue Form digitaler Organisationskommunikation zu schaffen.

Anstatt Digital Signage als Verwaltung statischer Folien oder proprietärer Player zu verstehen, etabliert DiSign eine Screen-Management-Plattform, die Informationen aus unterschiedlichen Quellen intelligent zusammenführt, kontextbezogen aufbereitet und browserbasiert bereitstellt. Die konsequente Trennung von Inhalt und Darstellung ermöglicht responsive Ausspielungen für unterschiedlichste Bildschirmformate, ohne Inhalte mehrfach pflegen zu müssen.

Der Case demonstriert eindrucksvoll, wie Drupal als Fundament innovativer digitaler Produkte eingesetzt werden kann. Er erweitert den Einsatzbereich des Systems weit über klassische Websites hinaus und zeigt das Potenzial von Drupal als zentrale Plattform für intelligente, vernetzte Organisationskommunikation.